Als ric seinen Blogpost über die Abzocke ch-telefon.ch (schon über 200 Kommentare!) schrieb, konnte er noch nicht ahnen, welche Wichtigkeit sein Beitrag für viele Leute bekommen wird.
Ric hat sich damals (9. März 06) darüber genervt, dass er ein Dokument bekam, dass ihn täuschen sollte, und ihn zu einer Zahlung von 860.00 sFR verpflichten würde und als Gegenleistung einen billigen Eintrag bei dem nichtsnützigen chtelefon.ch bekommen würde. Zum Glück ist er nicht reingefallen!
Aber was sich danach abspielte ist einfach sensationell: Sein Weblog wird zum “Hauptquartier” der ch-telefon.ch “Bekämpfer” (Leute die auf das Schreiben reingefallen sind). Die gemäss den Kommentaren auch noch erfolgreich sind! Einer der mir immer wieder auffällt von den Bekämpfern ist Winkelried. Er kümmert sich einfach um alles und auch wenn ich kein Betroffener bin ich denke er verdient reichlich Anerkennung!
Nun hat er einen öffentlichen Brief an diese Leute geschickt:
Meine Lieben,
Das Leben ist für Euch nach all den Niederlagen in jüngster Zeit schon schwer geworden. Viele Niederlagen nur wegen eines kleinen Formfehlers! Ja, ja, Ihr kocht halt auch nur mit Wasser. Kommt davon, wenn Ihr meint, Ihr müsst uns unterschätzen. Wir sind zwar auf Euch hereingefallen, zugegeben, aber das Formular war ja auch nicht schlecht gemacht, aber blöde, wie Ihr fälschlicherweise angenommen habt, sind wir trotzdem nicht! Besonders schwer dürfte Euch wohl das Urteil von Diessenhofen auf dem Magen liegen. Au Backe, das war für Euch mehr als eine Ohrfeige! Ich entnehme aus dem Urteil:
„… dass kein Vertrag zustande gekommen ist. Dies zwar nicht deswegen, als sie diesen nicht unterschrieben hätte, sondern mangels Konsens über die Essentialia, hier: Entgeltlichkeit und der Preis selbst.“
Aber es kommt für Euch noch schlimmer, es ist von Rechtsmissbrauch die Rede:
„Zudem wäre der Vertrag wegen … Rechtsmissbrauch nicht durchsetzbar, wäre er zustande gekommen. Denn Unentgeltichkeit versichern und diese dann ins Gegenteil verkehren, das ist GROB RECHTSMISSBRÄUCHLICHES VERHALTEN und findet keinen Rechtsschutz (Art. 2 ZGB).“
Und künftige Betreibungen könnt ihr eh vergessen, denn jeder wird Euch schreiben, dass er sich auf einen Grundlagenirrtum nach OR bezieht:
„… müsste der Vertrag, wäre er zustande gekommen und nicht rechtsmissbräuchlich, scheitern wegen rechtzeitiger Geltendmachung von Willensmängel.“
So ist leider die Sachlage. Wir könnten ja nichts dafür, dass ausser dem Gerichtspräsident von Dielsdorf nur noch Anita Brunner etwas vom Recht versteht und alle anderen Gerichtspräsidenten nur Fehlurteile fällen. Und bezahlen müsst Ihr auch noch. Wisst, wenn wir einmal verlieren sollten, könnten wir ja 500 Fr verkraften, denn unsere Mittel würden uns das erlauben, wir sind viele. Aber da wir ja dieses Urteil dann sowieso weiterziehen würden bis wir einen Gerichtspräsidenten finden, der sich irrt, bleiben die Kosten wieder bei Euch hängen, denn einen irrenden Gerichtspräsidenten zu finden, ist leicht, da sie ja alle irren, oder nicht, Frau Brunner? Bei 1000 Betreibungen macht das eine halbe Million Franken, Prozess- und Betreibungskosten noch nicht eingerechnet! Wie wollt Ihr das nur alles bezahlen?
Zur guten Nachricht: wir sind ja keine Unmenschen. Wir bieten euch den Frieden an, allerdings das letzte Mal. Leider ist das aber nicht gratis zu erhalten, etwas müsst Ihr schon machen. Das ist im Leben nun einmal so: je aussichtsloser die Lage, desto teurer ist die Reparation. Ihr macht das ja auch, meine Freunde: Bei jeder Mahnung ist die Rechnung höher und dabei beruft Ihr Euch sogar auf das OR. Ich habe Euch schon einmal den Frieden angeboten. Damals wäre er umsonst gewesen. Ich habe Euch versprochen, Euch mit allen Mittel des Gesetzes zu bekämpfen, wenn Ihr auf mein Angebot nicht eintretet. Nun, Frau Brunner hat mir geschrieben, dass es Ihr egal sei, was ich machen würde! Meine Freunde, könnt Ihr Euch eine solche Prokuristin leisten? Aber das ist eigentlich Eure Angelegenheit.
Die Reparationsforderungen sind:
1. Zurückziehen SÄMTLICHER Betreibungen
2. Liquidation der B+P Dienstleistungen, der DebiControl, des Printus Verlages. Mit anderen Worten: Ihr zieht Euch aus dem Geschäft zurück
Seht, früher oder später müsst Ihr das sowieso tun, denn Eure Lage ist leider hoffnunslos, aber jetzt könntet Ihr noch viel Geld sparen (siehe oben). Viel Zeit kann ich Euch allerdings nicht mehr geben. Es braucht ja auch nicht so viel, um das Namensschild von Euren Briefkästen zu entfernen, insbesondere, da ja derjenige der B und P Dienstleistungen nach Kassensturzrecherchen nicht einmal angeschrieben ist. Ihr dürft Euch sogar in unserem Blog zu Worte melden, wir lassen gerne mit uns reden (aber nicht verhandeln). Der Blog ist öffentlich. Ratenzahlungen wären auch OK! Wenn Ihr lieber die totale Niederlage wollt, dann kann ich Euch gerne mit dem weiteren Programm bekannt machen. Wir treten jetzt in die Phase 3 des Kampfes (Information und Publikation der Urteile an die breite Bevölkerung), wobei die Phase 2 (Bekämpfung vor Gericht) selbstverständlich zu Eurer Unterhaltung weitergeht. Nach Phase 4 (Gegenschlag) folgt dann Phase 5 mit einem gewaltigen Schlussbouquet, das Ihr ja nicht verpassen dürft. Ich kann Euch versprechen, es wird einmalig.
Mit vielen lieben Grüssen
Hoffen wir doch mal, dass die auf sein Angebot eingehen, und diese Abzocke endlich aufhört!
Auch ich möchte besonders Winkelried für sein Engagement danken, denn ich denke, du zeigst allen die überhaupt auf die Idee der Abzockerei kommen: “Leider NEIN“!!!
Natürlich möchte ich auch alle anderen ermutigen sich gegen diese **ZENSUR** zur Wehr zu setzen, denn wie man sieht kann man durchaus Erfolg haben!